Kindergrößen-Tabelle: Welche Größe passt in welchem Alter?
Kindergrößen von 50 bis 176 mit Alter und Körpergröße – plus richtig messen, mitwachsende Schnitte und warum Bio-Qualität länger passt.
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In Deutschland richtet sich die Kindergröße nach der Körpergröße in Zentimetern. Größe 92 passt also einem Kind, das ungefähr 92 cm groß ist. Das Alter ist nur ein grober Richtwert, denn Kinder wachsen sehr unterschiedlich schnell. Unsere Kindergrößen-Tabelle zeigt dir die Übersicht – und weiter unten, wie du mit mitwachsenden Schnitten und guter Qualität deutlich seltener nachkaufen musst.
Die Kindergrößen-Tabelle: Größe, Alter und Körpergröße
| Größe | Alter (ca.) | Körpergröße |
|---|---|---|
| 50 | Neugeboren, Frühchen | bis 50 cm |
| 56 | 0–1 Monat | 51–56 cm |
| 62 | 1–3 Monate | 57–62 cm |
| 68 | 3–6 Monate | 63–68 cm |
| 74 | 6–9 Monate | 69–74 cm |
| 80 | 9–12 Monate | 75–80 cm |
| 86 | 12–18 Monate | 81–86 cm |
| 92 | 18–24 Monate | 87–92 cm |
| 98 | 2–3 Jahre | 93–98 cm |
| 104 | 3–4 Jahre | 99–104 cm |
| 110 | 4–5 Jahre | 105–110 cm |
| 116 | 5–6 Jahre | 111–116 cm |
| 122 | 6–7 Jahre | 117–122 cm |
| 128 | 7–8 Jahre | 123–128 cm |
| 134 | 8–9 Jahre | 129–134 cm |
| 140 | 9–10 Jahre | 135–140 cm |
| 146 | 10–11 Jahre | 141–146 cm |
| 152 | 11–12 Jahre | 147–152 cm |
| 158 | 12–13 Jahre | 153–158 cm |
| 164 | 13–14 Jahre | 159–164 cm |
| 170 | 14–15 Jahre | 165–170 cm |
| 176 | 15–16 Jahre | 171–176 cm |
Gerade in den ersten zwei Jahren springen Kinder schnell durch die Größen: Von 50 bis 92 sind es acht Größen in rund 24 Monaten. Danach wird es ruhiger, und eine Größe hält oft ein ganzes Jahr. Das ist der Grund, warum sich bei Baby- und Kleinkindkleidung Secondhand und mitwachsende Schnitte so sehr lohnen.
So misst du richtig
- Ohne Schuhe an eine Wand stellen, Fersen, Po und Hinterkopf berühren die Wand.
- Ein Buch flach auf den Kopf legen und an der Wand eine Markierung setzen.
- Mit dem Maßband vom Boden bis zur Markierung messen.
Bei Babys misst du im Liegen vom Scheitel bis zur Ferse – am einfachsten zu zweit. Für Hosen lohnt es sich, zusätzlich die Innenbeinlänge und den Bauchumfang zu messen, gerade bei schmalen oder kräftigeren Kindern. Viele Marken geben diese Maße in ihren Tabellen an.
Doppelgrößen: Was heißt 50/56 oder 98/104?
Viele Marken fassen zwei Größen zusammen. Ein Body in 62/68 passt also von etwa 57 bis 68 cm. Das ist praktisch, weil die Kleidung länger passt – sitzt am Anfang aber etwas locker. Vor allem bei Babykleidung aus dehnbarem Jersey ist das kein Problem.
Mitwachsende Schnitte: Eine Größe, viele Monate
Viele kleine Bio-Labels und skandinavische Marken arbeiten mit mitwachsenden Schnitten. Die Idee: Die Kleidung ist so geschnitten, dass sie mehrere Wachstumsschübe mitmacht. Typische Merkmale sind:
- Breite Umschlagbündchen an Armen und Beinen, die du erst umkrempelst und später ausklappst.
- Pumphosen mit tiefem Schritt, die viel Platz für Stoffwindeln und Bewegung lassen und mit der Zeit einfach höher sitzen.
- Hohe, weiche Bündchen am Bauch, die nicht einschneiden und bei Bedarf umgeschlagen werden.
- Verstellbare Träger und Druckknöpfe, etwa bei Latzhosen, Schlafsäcken und Matschhosen.
Eine gut geschnittene Pumphose kann so oft deutlich länger getragen werden als eine klassische Jeans in derselben Größe. Das spart Geld und Ressourcen – und dein Kind kann sich frei bewegen, klettern und krabbeln.
Qualität und Bio: Warum gute Kleidung länger passt
Bei Kinderkleidung denken viele: Die wächst eh schnell raus, da lohnt sich Qualität nicht. Das Gegenteil ist oft der Fall. Billige Teile verlieren nach wenigen Wäschen die Form, laufen ein oder bekommen Löcher an den Knien. Gute Kleidung behält ihre Passform – und kann nach deinem Kind noch an Geschwister, Freunde oder den Secondhand-Markt weitergehen.
Worauf du achten kannst:
- Bio-Baumwolle mit GOTS-Siegel: geprüfte Kette vom Anbau bis zur Verarbeitung. Was das Siegel genau bedeutet, liest du in GOTS-Siegel erklärt und Bio-Baumwolle bei Kinderkleidung.
- Dichter, fester Stoff: Halte ihn gegen das Licht. Je weniger durchscheint, desto robuster ist er meist.
- Wolle und Wolle-Seide: wärmen gut, müssen selten gewaschen werden und halten bei guter Pflege lange. Mehr dazu in Merinowolle für Kinder.
- Verstärkte Knie bei Hosen für Kinder, die viel draußen sind.
Warum fällt jede Marke anders aus?
Skandinavische Marken schneiden oft großzügiger, manche Discounter-Linien eher knapp. Schau deshalb bei Online-Shops immer in die Größentabelle der Marke und lies Bewertungen: Steht dort oft „fällt klein aus“, nimm eine Nummer größer. Wolle und naturbelassene Baumwolle können beim ersten Waschen etwas einlaufen, wenn du sie zu heiß wäschst – halte dich an das Pflegeetikett.
Für Schuhe gilt die Körpergröße übrigens nicht: Dort zählt die Fußlänge plus etwas Spielraum. Wie du richtig misst, zeigen wir in unserem Ratgeber zu Barfußschuhen für Kinder.
Wann eine Nummer größer kaufen?
Nicht jedes Teil sollte zu groß sein. Bei manchen lohnt sich Spielraum, bei anderen eher nicht:
- Größer kaufen lohnt sich bei Jacken, Overalls, Matschhosen und Wollwalk, weil darunter Schichten passen müssen. Mehr dazu in Zwiebelprinzip im Winter und im Matschhosen-Ratgeber.
- Passend kaufen solltest du alles, was eng am Körper liegt, etwa Bodys, Unterwäsche und Strumpfhosen. Zu viel Stoff wirft hier Falten und stört beim Bewegen.
- Schlafsäcke für Babys dürfen nicht zu groß sein, damit dein Baby nicht hineinrutschen kann. Halte dich hier an die Größenangaben des Herstellers.
Wie viel Kleidung pro Größe?
Gerade im ersten Jahr wachsen Babys alle paar Wochen aus ihrer Kleidung heraus. Kauf deshalb pro Größe lieber wenige gute Teile statt eines vollen Schranks. Wie viele Bodys und Strampler sinnvoll sind, zeigen wir dir in unserer Checkliste zur Erstlingsausstattung und in Babykleidung: Größen und Mengen. Für ältere Kinder hilft eine durchdachte Kapselgarderobe: wenige Teile, die alle miteinander kombinierbar sind.
Unser Fazit
Die Kindergröße entspricht der Körpergröße in Zentimetern – miss lieber nach, als dich aufs Alter zu verlassen. Wer auf mitwachsende Schnitte, Bio-Qualität und Secondhand setzt, kauft seltener nach und hat Kleidung, die nach dem eigenen Kind noch lange weitergetragen werden kann.